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Bardo

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Bardo

Das tibetische Wort „Bardo“ bedeutet „zwischen“ (bar) und „zwei“ (do). Im Bardo Thödol, dem sogenannten „Tibetischen Totenbuch“ meint Bardo die Spanne zwischen Tod und Geburt. Unabhängig davon, ob wir an eine Art Wiedergeburt glauben oder nicht, befinden wir uns gegenwärtig jedoch auch in einem Zustand „zwischen zwei“, nämlich im Zustand zwischen Geburt und Tod – im Bardo des Lebens. Bardo4yoga möchte dir Raum bieten, um deinen ganz persönlichen Bardo des Lebens zu erforschen. 

Genau genommen besteht unser tägliches Leben die ganze Zeit aus vielen verschiedenen Bardos – aus solchen Zuständen zwischen zwei Enden. Wenn ein Augenblick vergeht, tritt ein neuer an seine Stelle. Wir erwachen morgens, stehen auf, waschen uns, ziehen uns an, frühstücken und so weiter. Nichts steht still und immer gibt es diesen kurzen Augenblick zwischen dem Ende eines Zustandes und dem Beginn eines neuen. Dieses Dazwischen zwischen zwei Zuständen nehmen wir oft gar nicht wahr in unserem Alltag, es kann nur Sekundenbruchteile dauern. 

Versuche einmal für fünf oder zehn Minuten ganz ruhig zu verharren, schliesse dabei deine Augen und werde der Beobachter deiner Gedanken. Das ist gar nicht so einfach, denn unser Geist wird ständig überflutet von einem Gedanken der den nächsten jagt. Doch wenn es dir gelingt, wenn du also zum Beobachter deiner Gedanken wirst, dann kann es passieren, dass du für ganz kurze Momente aus diesem Strom ausbrechen kannst. Da ist er plötzlich, der Bardo zwischen den Gedanken – eigentlich unglaublich! Du befindest dich in der Lücke zwischen einem Gedanken und dem nächsten. Es handelt sich nur um einen klitzekleinen Augenblick, dann wirst du wieder von deinen Gedanken überflutet.

Bei Bardo4yoga kannst du dich für einmal ganz bewusst in einen Zwischenraum zwischen zwei Momenten begeben und dabei den Augenblick des Wandels zwischen dem Ende einer Phase und dem Beginn einer neuen erleben. Du kannst erfahren, welche Kraft und Energie in diesem Zustand „zwischen zwei“ stecken kann. Der Bardo-Zustand ist nämlich immer ein Moment der Macht und ein Moment der Chance. Der Bardo bietet uns nämlich immer wieder die Möglichkeit der Wahl. Zwischen dem Aufwachen und dem Anziehen müssen wir uns entscheiden, welche Kleider wir tragen wollen. Ebenso liegt zwischen jedem Ereignis und unserer Reaktion darauf ein Zwischenzustand, der uns eine Wahl ermöglicht – vorausgesetzt wir bemerken den Bardo, das Dazwischen, überhaupt. Wenn wir ihn jedoch bemerken und uns der Offenheit dieses kurzen Momentes „zwischen zwei“ bewusst werden, dann haben wir immer wieder, bei allem was wir tun, die Möglichkeit aus unseren gewohnten Gedanken- und Verhaltensmustern aufzubrechen. Wenn wir gelernt haben, den Bardo zwischen einem Ereignis und unserer Reaktion darauf wahrzunehmen, können wir uns immer neu entscheiden. Darin besteht die geheimnisvolle Kraft des Bardo-Zustandes! Der Bardo ist somit ein Zustand der Macht und des Potentials, in dem alles geschehen kann!